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261P5106V Hannah Arendt - Mahnerin gegen Totalitarismus und Gewalt
| Beginn | Do., 26.02.2026, 18:30 - 20:00 Uhr |
| Kursgebühr | entgeltfrei Anmeldung nicht erforderlich |
| Dauer | 1 Termin |
| Status |
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| Freie Plätze | 40 Plätze frei |
| Kursleitung |
Obwohl sie nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten nie wieder nach Deutschland zurückkehrte, wurde Hannah Arendt eine der einflussreichsten intellektuellen Stimmen der Nachkriegszeit. Ihre aus Verfolgung und Exil gespeisten Arbeiten lösten eine ganze Aufarbeitungs- und Beschäftigungswelle zu totalitären Systemen und dem Verhältnis von Macht und Gewalt aus. Vormals unpolitisch, mischte sich Arendt dezidiert in die bundesrepublikanische Debatte um die Aufarbeitung der NS-Verbrechen ein.
Durch die Erfahrung des Exils, aber vor allem durch die Erkenntnisse über den Horror der nationalsozialistischen Verbrechen nahm Arendt dauerhaft von einer Rückkehr nach Deutschland Abstand. Stattdessen reiste sie immer wieder für Vorträge in die Bundesrepublik und mischte sich über ihre eigenen Werke und die bundesdeutsche Öffentlichkeit in die Debatten zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen ein. Zum einen erschienen ab den 1950er Jahren ihre wissenschaftlichen Arbeiten zum Totalitarismus, ergänzt um Beobachtungen zur "Banalität des Bösen" im Anschluss an ihre Teilnahme am Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel 1961. Zum anderen prozessierte sie gegen ihren Ausschluss aus der deutschen Wissenschaftslandschaft ab 1933 und nahm Einfluss auf Debatten rund um den Vietnamkrieg und die Studentenproteste der späten 1960er Jahre. Dabei entzog sie sich klaren politischen Parteinahmen; sie hatte Sympathien für sozialistische und basisdemokratische Ideen, kritisierte aber deren reale Umsetzung ebenso wie die institutionelle repräsentative Demokratie der Bundesrepublik.
Anlässlich ihres 120. Geburtstages im Oktober 2026 befasst sich Dr. Julia Schulze Wessel mit dieser faszinierenden Zeugin der Zeitgeschichte.
Unterstützt von der Stiftung Bundespräsident Theodor Heuss Haus im Rahmen der Reihe "100 Köpfe der Demokratie"
Termine
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